Montag, 8. Juni 2015

Mittlerweile hat sich...

...das junge Paar gut in ihrem Häuschen eingelebt und auch der erste Winter wurde gut überstanden. In dieser Zeit wurden an Elsa auch nur ein paar Kleinigkeiten gerichtet. Doch mit dem Frühling kam auch wieder die Arbeitswut auf.
Angefangen hat das junge Paar damit, den Vorgarten umzugestalten. Da Beide ein Auto benötigen, um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen und der Mann außerdem einen Faible für motorisierte, vierreifige Untersätze hat, mussten mehr Stellplätze her. Nach etwas Recherche und Angebotseinsicht hat sich das Pärchen entschlossen, die Pflasterarbeiten in Auftrag zu geben. Doch vorher musste erstmal das Material her. Zufällig entdeckte der Mann in den Kleinanzeigen schöne, quadratische Pflastersteine, die Jemand umsonst abzugeben hatte. Prompt wurden diese besichtigt und dann auch schon Anhängerladung um Anhängerladung abgeholt - insgesamt ca. 30m². Da dies nicht für den gesamten Vorgarten reichte, wurde das Pflaster vor der Garage und neben dem Haus belassen und vor dem Esszimmerfenster bleibt noch etwas Beet übrig.
Dann konnten die Handwerker anrücken. Um die Kosten etwas zu senken, ließ das junge Paar den Erdaushub nicht entsorgen, sondern vor der Garage auftürmen. Der Aufbau setzte sich dann aus 45cm Mineralgemisch, Kies und dann Pflastersteine zusammen. Außerdem wurde noch eine Ablaufrinne montiert.

Vorher: noch in gepflegtem Zustand - später war das sehr verwildert
Der Aushub hat begonnen

festgerütteltes Mineralgemisch
ein paar Steine liegen schon

Nachher: Fertig gepflasterter Hof

Nun können die Autos bequem auf dem eigenen Hof geparkt werden und müssen nicht mehr auf dem Fußweg der recht schmalen Straße stehen.

Dienstag, 28. April 2015

Um den Gemütlichkeitsfaktor...

...im Wohn- und Schlafzimmer noch etwas zu steigern und weil die Frau Räume mit ausschließlich weißen Wänden nicht so gerne mag, hat sie sich mit etwas Farbe ausgetobt.
In beiden Räumen sollte noch ein Wandbild ergänzt werden. Im Schlafzimmer kam die Frau auf die Idee, eine Sonne an die Dachschräge zu malen. Der Mann war zum Glück auch begeistert, also machte sich die Frau an die Planung. Erstmal wurde eine grobe Skizze gemacht, um die Position und Größe genau festzulegen. Dann wurde der Umriss mit Bleistift auf die Wand gemalt und dann alles mit Malerkrepp abgeklebt. Das Klebeband wird hierbei ein paar Millimeter außerhalb der Bleistiftstriche angebracht, damit diese später mit der Farbe übermal und nicht ausradiert werden müssen. Die angrenzenden Wände und den Boden hat die Frau noch mit Folie abgedeckt, damit nichts unnötig vollgeschmiert wird.








 Da die Dachschräge mit Rauhfaser tapeziert ist, war nun noch ein Zwischenritt nötig. Mit weißer Farbe muss einmal gegen die Malerkrepp-Kanten gepinselt werden. So läuft die weiße Farbe darunter und schließt alle Lücken, die noch zwischen Tapete und Klebeband vorhanden sind. Nachdem die weiße Farbe getrocknet war, konnte die Frau zwei Schichten Dunkelrot aufbringen. Das Kreppband wird dann vorsichtig abgezogen, wenn die letzte Farbschicht noch feucht ist. So kann nichts abplatzen und man erhält schöne, gerade Kanten.

Kanten abdichten mit weißer Farbe...
...zwei Schichten rote Farbe...

...und fertig.

Unterhalb des Fensters musste sich die Frau nicht die Mühe machen und die Strahlen bis auf den Boden verlängern, da hier noch ein Einbauschrank montiert werden soll.

Nachdem das Schlafzimmer ein schöner Erfolg war, traute sich die Frau nun an das Wandbild im Wohnzimmer. Hier hatte sich das junge Paar für etwas eher Abstraktes entschieden - ein Fraktal in Form der Drachenkurve. Auch hier hat die Frau zunächst eine Skizze angefertigt - nicht nur um Größe und Position festzulegen, sondern auch um abhaken zu können, welche Felder sie schon auf die Wand übertragen hatte.

Skizze

Die beiden roten Linien in der Skizze markieren einmal die Oberkante der Sofalehne und den Fenstersturz. Das weitere Vorgehen gestaltete sich dann genauso wie im Schlafzimmer - Aufzeichnen mit Bleistift (und langem Linieal mit Libellen), abkleben, abdichten mit Weiß und dann mit Farbe ausfüllen.

Vorzeichnen...
...abkleben und abdichten mit Weiß...

...und fertig!
Und noch mit dem Sofa davor (und Vordergrundchaos...)

Donnerstag, 9. April 2015

Um die alte Ölheizung...

...etwas zu entlasten und auch um Heizkosten zu sparen, legte sich das Pärchen nun einen kleinen Kaminofen an. Die Vorbereitungen dafür wurden ja mit dem Bau eines neuen Schornsteines schon getroffen. Und während der Ofen ein paar Tage Lieferzeit hatte, haben Mann und Frau mal wieder den Baumarkt unsicher gemacht und alles Nötige an Zubehör besorgt - Bodenplatte, Kaminbesteck usw.
Dann kam auch endlich der Ofen an und wurde gleich aufgebaut. Entschieden hat sich das junge Paar zunächst für ein kleines Gerät mit zusätzlichem Wärmetauscher um erstmal die Effektivität zu testen.



Die erwies sich als erstaunlich gut und um die Handhabung und das Nachlegen von Holz etwas zu erleichtern, hat sich das Paar ein Holzlagerregal in den Kopf gesetzt. Das sollte in die Nische vor der Toilette. Hier hatte schon vorher ein Pärchen-Freund den Putz von der Wand entfernt. Da der Anbau, in dem Toilette und Bad untergrbracht sind, niedriger liegt als das Haupthaus, sammelt sich das Wasser bei Regen gerne hinter dem Sandsteinfundament. Das konnte - genauso wie das Lehmfachwerk - die Feuchtigkeit aber wegen Zementputz nicht abgeben. Nun liegt es frei und kann sich gut selbst regulieren. Die Mauerwerkswände dadrüber hat der Mann dann einfach mit groben Spanplatten verkleidet.
Auf der nun folgenden Suche nach Regalen, ergab sich aber, dass es nichts 100%ig Passendes für die Ecke gab. Der Mann kaufte also ein kleines Regal. Das sah nach Ansicht der Frau aber recht verloren in der Nische aus und nach einer angeregten Diskussion zwischen Mann und Frau verkündete Letztere etwas arg vorlaut: "Dann bau ich halt selbst Eins!".
Für den Mann war das Problem damit erledigt - für die Frau wurde es erst richtig groß. Denn sie hatte vorher noch nie ein Regal von Grund auf selbst gebaut. Nach etwas Internet-Recherche stellte sie zunächst eine Skizze auf, maß dann die Nische nocheinmal genau aus und machte sich auf den Weg in den Baumarkt um das nötige Material zu besorgen - Schalbretter, Schrauben, Winkel.
Für die Eckpfosten hat sich die Frau für ein Maß von 24x140mm und für die Regalböden von 18x60mm entschieden.
Dann musste alles auf die richtige Länge zurechtgesägt und Löcher für die Verbindungsschrauben vorgebohrt werden. Hier muss möglichst genau gearbeitet werden, damit das Regal später auch gerade steht. Das Zusammensetzen gestaltete sich dann zum Glück recht einfach und nachdem das Regal in seiner Ecke stand wurden die Eckpfosten noch mit Winkeln an den Spanplatten fixiert.
So ein Regal konnte sich doch sehen lassen und aufgefüllt mit Holz hatte das Ganze sogar etwas Ästhetisches.

Erster Test - ist alles gerade?
Jawoll!





Fertig aufgebaut...
...und befüllt

Freitag, 6. März 2015

Da es langsam doch...

...recht kalt draußen wurde, musste sich das junge Paar dran machen und die letzte Dachfläche, die an den Wohnraum grenzt, zu dämmen - das Dach im Balkonvorraum. Das war auch vor entfernen der Decke schon nicht gedämmt und auch eher sporadisch mit Mörtel verstrichen.

Also hat das Pärchen immer mal nach der Arbeit und am Wochenende die Dachziegel ordendlich mit Mörtel abgedichtet. Die Bohlen seitlich der Dachsparren hatte der Zimmermans-Bruder ja schon befestigt. Dazwischen musste nun die Dämmung angebracht werden, was bei nun ungefähr 3,30m Raumhöhe nicht so einfach war, wie in diversen Herstellervideos dargestellt.
Zum Glück halfen hierbei wieder der Frau-Bruder mitsamt Freundin und so war die Dämmung an einem Tag eingebracht.

Work in Progress 1
Work in Progress 2

Damit die Dämmung auch dort bleibt, wo sie hin soll, mussten die Vier noch diverse Dachlatten montieren. Diese konnte der Bruder dann aber gut nutzen, um am nächsten Tag die Folie daran festzutackern. Die Bruderfreundin hat sich dann parallel zusammen mit der Frau dran gemacht alle Übergänge und Tackernadeln mit Isolier-Klebenband abzudichten. 

Da nun alle Dächer gedämmt waren, konnte das junge Paar auch endlich die Heizung wieder in Betrieb nehmen und sich gemütlich Gedanken darüber machen, wie die Dachschrägen in dem kleinen Raum verkleidet werden sollen.

Samstag, 28. Februar 2015

Nachdem es im Wohnzimmer...

ja schon recht wohnlich geworden war, gab es nun leider einen Rückschritt. Dieser hängt noch mit dem Feuchtigkeitsproblem des Häuschens zusammen und die Ausmaße konnten in diesem Fall erst nach einer gewissen Beobachtungszeit eingeschätzt werden.
Das Problemkind ist die Trennwand zwischen Wohnzimmer und Flur, die der Mann ja erst mühevoll zusammen mit dem Neffen verkleidet hatte. Im Gegensatz zu allen anderen Wänden wurde diese nicht trocken, sondern sog auch dann noch Feuchtigkeit aus dem Boden, wenn es gar nicht regnete. Ein hinzugezogener Fachmann bestätigte dann die Befürchtugen des jungen Paares:

Die Wand muss raus.

Etwas zähneknirschend machte sich also die Frau dran, die Schreibtische und Computer in die andere Raumhälfte zu räumen und diese mit Folie abzukleben. Genauso wurde der Zugang zur Küche abgeklebt, damit bloß kein Dreck und Staub dort hinein gelangte.

abgeklebte Wohnzimmerhälfte

Dann konnten die Handwerker kommen und die Wand herausnehmen. Zum Glück haben die auch das Wohnzimmer-Laminat sehr gut geschützt, so dass es keinen Kratzer abbekommen hat.
Der Bodenschlitz, der durch die fehlende Wand entstanden ist, wurde dann mit Bitumen und Folie abgedichtet und der Deckenbalken auf beiden Seiten mit je einer Stahlstütze wieder abgefangen.  

Wandabbruch fertig
abgedichteter und verfüllter Bodenschlitz + Stahlstützen





Als das fertig war, hat das junge Paar gleich die nächsten Handwerker bestellt. Denn in den Flur sollte ein kleiner Kaminofen aufgestellt werden und der braucht natürlich einen neuen Schornstein. Hierfür hat der Mann eine Woche vorher schonmal das Fundament begradigt.

Schornsteinfundament

Entschieden hatte sich das junge Paar hier für einen Leichtbauschornstein und so war der Aufbau in ein paar Stunden erledigt - komplett mit Kaminofenzugang und Reinigungsklappe im EG.

fertiger Schornstein im Erdgeschoss...

...Obergeschoss...
...und auf dem Dach


P.S.:
@QueenofDark:
Ja, echt ein Wunderzeug =)

@Zelde:
"Es wird, es wird" ist auch unser Mantra, wenn wir wieder eine Kleinigkeit geschafft haben =) Und es motiviert auch, dass schon ein paar Räume fertig sind (abgesehen von Möbeln) - so als Beweis, dass es tatsächlich schön werden kann ^^